Uhu-Saison 2010 ( Erfassung und Beringung)

Im Gegensatz zum Jahr 2009 war dieses Jahr ein sehr gutes Uhu-Jahr.

Das Untersuchungsgebiet erstreckt sich vom Südlichen Kreis Neuwied /Koblenz bis nördlich und östlich angrenzend an NRW und Hessen. Das ist der Kreis Altenkirchen, Wissen, Hachenburg und Bad Marienberg samt Montabaur.

Bereits im Januar bestand die meiste Arbeit darin, die Uhubrutplätze zu finden und zu kartieren. Dabei habe ich besonders auf Kotspritzer und Rupfungen geachtet, die meistens in der Nähe des Brutplatzes zu finden sind.

Die zweite Kontrolle ist dann die Brutkontrolle. Hier geht es darum herauszufinden ob das Weibchen brütet und, um eventuell von der Ferne zu erkennen wie viele Eier sich im Horst befinden. Dann kann man die Brutzeit hochrechnen und zu dritten und letzen Aktion übergehen.

Die Beringung ist dann die letzte Kontrolle.

Da der Uhu bevorzugt in unwegsamen Gelände brütet, erweist es sich als sehr schwierig den ein oder anderen Uhu zu erreichen. Die bevorzugten Habitate sind Naturfelsen und Sekundärbiotope wie z.B. Steinbrüche. Mit der richtigen Kletterausrüstung geht es dann hinab oder hinauf in den Horst, um den Jungen einen Ring der Vogelwarte Radolfzell anzulegen.

In diesem Jahr konnten wir im Gebiet 40 Junge Uhus verzeichnen. Davon konnte ich 36 Junge Uhus beringen. Ein absoluter Rekord für uns. Ein junger Uhu wies schwere Verletzungen (wahrscheinlich von einem Fuchs) auf.

Durchschnittlich saßen drei Junge Uhus im Horst. Dank dem guten Nahrungsangebot in diesem Jahr, werden es hoffentlich viele Uhus schaffen.

Im Wiedbachtal dagegen fielen in diesem Jahr zwei bis drei Bruten aus. Dies ist eventuell auf Störungen zurückzuführen.

Text und Fotos,  Florian Stoffels