Die nun eingezäunte, ehemals verbuschte Fläche in extremer Hanglage besteht aus Silikatmagerhalbtrockenrasen. Hier führt die NABU-OG Waldbreitbach seit 26 Jahren ein spezielles Artenschutzprogramm durch.In dem Wiesenbiotop befindet sich das Kleine Knabenkraut, auch Salep Knabenkraut genannt (Orichis- morio). Diese Wildorchideenart ist in den letzten Jahrzehnten extrem stark zurückgegangen.
Nach letztjähigen Erkenntnissen kommt diese Wildorchidee im Rechtsrheinischen Rheinland-Pfalz nur noch in der Gemarkung Niederbreitbach vor. Zur Erhaltung und Förderung der geschützten Pflanzenart wird die eingezäunte Wiesenfläche einmal im Jahr Ende August gemäht und das Schnittgut per Hand abgeräumt, was der Lebensbedingung dieser Art entspricht.
Würde die Zaunanlage nicht vorhanden sein, so hätte dies eine drei- bis viermalige Beweidung pro Jahr zur Folge. Der erste Weidegang der Rinder wäre bereits Anfang Mai eines jeden Jahres.
Diese Nutzungsform ist für die Wildorchidee tödlich. Nach wenigen Jahren wäre der Bestand ausgelöscht. Der NABU Waldbreitbach pflegt und fördert in der Gemeinde Niederbreitbach seit 26 Jahren drei Bestände des „Kleinen Knabenkrautes“.
Von ehemals 24 Pflanzen Anfang 1980 konnten sich die Bestände erfreulicherweise auf eine Gesamtstückzahl von ca. 260 Exemplaren vermehren und damit stabilisieren.
Der Erhalt dieser stark gefährdeten Art ist hier wohl gesichert. Eine Ausweitung der Standortflächen wird für die Zukunft ins Auge gefasst.
Niederbreitbach 18.03 2009, Walter Hammes, Fotos Franz Michels
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Susan Hubert, Maria Buhr und Walter Hammes von NABU-Waldbreitbach bei der Arbeit.