Projekt „Waldohreule“ und „Fischadler“

Die Waldohreule (asio otus) ist einer der häufigsten Eulenarten Europas. Dennoch ist sie bei uns eher selten anzutreffen. Es gibt zwar einige Schlafplätze von Waldohreulen im Kreis aber die Bruten sind gerade im Wiedbachtal eher selten. Grund genug eine Aktion zu starten.

Im Jahr 2007 wurden von uns 16 Brutkörbe an verschiedenen Standorten in verschiedenen Höhen an verschiedenen Bäumen angebracht. Die Aktion beschränkt sich auf den Bereich Waldbreitbach, Hausen, Niederbreitbach. Dem ein oder anderen werden diese Körbe aufgefallen sein. Bis 2009 wurden die Körbe in Ruhe gelassen und nicht kontrolliert. Im Dezember 2009 war es dann soweit. Spannend wurde es als wir die Körbe untersuchten. Mit spezieller Seilklettertechnik erreichten wir jeden einzelnen Korb und sammelten Informationen.

Die eigentliche Arbeit kann dann ab diesem Jahr beginnen. In der Brutzeit werden wir dann mit genauer Kartierung beginnen und uns auf die Informationen die wir im Dezember 09 gesammelt haben verlassen.


FISCHADLER

Auch für den Durchzügler „Fischadler“ (Pandion haliaetus) wurde ein Projekt gestartet. Der Vogel aus der Familie der Greifvögel ist mit einer Flügelspannweite von bis zu 1.70 ein recht großer Geselle. Vom Boden aus kann man den Fischadler sehr gut erkenne. Manchmal von einem Bussard begleitet erkennt man deutlich den Größenunterschied.
Das es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Sichtungen auch während der Brutzeit, gekommen ist, kam uns der Gedanke auch für den Fischadler etwas anzubieten.
Solitäre Bäume in Gewässernähe kommen hierfür in Frage. Das sollte nicht schwierig sein. Doch wie sich herausstellte gibt es nicht viele geeignete Flächen. Eine Hohe Eiche, und drei große Fichten wurden wieder Seiltechnisch von uns bestiegen und Plattformen angebracht.
Bei einer Aktion war sogar die Berühmte Münchner Baumkletterschule anwesend um auch einen Beitrag zu leisten. Da die Nisthilfen sehr groß und schwer sind, gab es einige Probleme bei den Montagen, die überwunden werden mussten. Wichtig ist hierbei das die Brutflächen an der höchsten Stelle im Baum angebracht wurden. Aber jede Plattform hat nun ihren Platz und alles hat wunderbar funktioniert. Auch diese Plattformen hingen zwei Jahre unberührt in den Bäumen. Dieses Jahr 2009 war die Kontrolle und die Pflege der Nisthilfen an der Reihe.

Bei den Besteigungen der Bäume stellte sich heraus dass auf zwei Plattformen je ein Bussard -paar gebrütet hatte. Die anderen Nisthilfen waren leider noch unberührt oder wurden nur als Sitzgelegenheit genutzt.
Aber das ist ganz normal. Ergebnisse werden erst in den nächsten Jahren erwartet.

Wer Interesse hat bei uns mit zu Arbeiten der soll sich bitte melden

Florian Stoffels, Torsten Loose

flo604@gmx.de