Führung durch die Wiesen in Niederbreitbach

29.04.2022, Exkursion Nabu-Flächen bei Niederbreitbach  

 

Zu einer naturkundlichen Führung durch Niederbreitbach hatte Walter Hammes vom NABU Waldbreitbach eingeladen.

Die Wanderung, begleitet von Frau Eva Reimann von der SWECO Koblenz , ging es über den Klausberg durch artenreiche blühende Wiesen, die durch den NABU betreut werden. Hier waren zwei Orchideenarten wie z. B. das sehr seltene Orchis morio auch Kleines Knabenkraut oder Salepknabenkraut genannt, zu bestaunen. Informatives zu den vielen Blumen- und Gräserarten wurden von Frau Reimann erläutert. Siehe auch hierzu die Aufstellung von Frau Reimann

Viele unserer heimischen Kräuter, an denen wir einfach vorbei gehen, sind in der Küche oder auch in der Medizin (z.B. Gänseblümchen, Löwenzahn, Knoblauchrauke, Thymian, Spitzwegerich, Zitronenmelisse) zu verwenden.

Zur großen Freude der mitwandernden Kinder befanden sich in einem kleinen Tümpel, der durch eine Quelle gespeist wird, mehrere Feuersalamanderlarven.

 

Verzahntes Mosaik aus kleinflächig Halbtrockenrasen (im Unterhang), mageren Wiesen, Gebüschen und Vorwald sowie Obstbäumen 

 

Arten der Fettwiesen/ Glatthaferwiesen: Wiesen-Fuchsschwanz (Alopecurus pratensis), Glatthafer (Arrenathum elatior), Wiesen-Kerbel (Anthriscus sylvestris), Gamander-Ehrenpreis (Veronica chamaedris), Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea), Margerite (Leucanthemum vulgare agg.), Wiesen-Schaumkraut (Cardamine pratensis), Wiesen-witwenblume (Knautia arvensis), Ruchgras (Anthoxanthum odoratum), Sauer-Ampfer (Rumex acetosa), Quendel-Ehrenpreis (Veronica serpyllifolia), Gewöhnliche Schafgarbe (Achillea millefolium)

 

Arten der Magerwiesen (teilweise Übergänge zu Halbtrockenrasen und Trockenrasen): Wiesen-Primel (Primula veris), Kleiner Wiesenknopf (Sanguisorba minor), Mittlerer Wegerich (Plantago media), Knolliger Hahnenfuß (Ranunculus bulbosus), Knöllchen-Steinbrech (Saxifraga granulata, Vorwarnliste Deutschland), Zypressen-Wolfsmilch (Euphorbia cyparissias), Felsen-Fetthenne (Sedum rupestre agg.), Arznei-Thymian (Thymus pulegioides), Flügelginster (Genista sagittalis, Vorwarnliste Deutschland), Gewöhnliches Kreuzblümchen (Polygala vulgaris, Vorwarnliste Deutschland), Schaf-Schwingel (Festuca ovina agg.), Aufrechte Trespe (Bromus erectus), Kleines Knabenkraut (Orchis morio, Rote Liste 2 Deutschland (stark gefährdet)), Zittergras (Briza media), Feld-Hainsimse („Hasenbrot“, Luzula campestris), Kleines („Mausohr“-) Habichtskraut (Hieracium pilosella), Karthäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum, Vorwarnliste Deutschland)

 

Wald- und Wegränder, Säume, Gebüschränder: Gewöhnliche Akelei (Aquilegia vulgaris, Vorwarnliste Deutschland), Stattliches Knabenkraut (= Manns-Knabenkraut, Orchis mascula, Vorwarnliste Deutschland), Rotblütige Sand-Schmalwand (= Sand-Schaumkresse, Arabidopsis arenosa subsp. borbasii), Nickendes Leimkraut (Silene nutans), Kleiner Sauer-Ampfer (Rumex acetosella), Rote Lichtnelke (Silene dioica), Weiße Lichtnelke (Silene latifolia subsp. alba), Gewöhnlicher Dost (Origanum vulgare)

 

Vermutlich aus Gärten verwildert: Bärlauch (Allium ursinum), Nachtviole (Hesperis matronalis)

 

An den Quelltümpeln: Bachbunge (Veronica beccabunga), Wald-Simse (Scirpus sylvaticus)

 

Sträucher und Gehölze: Schlehe/Schwarzdorn, Weißdorn, Wald-Geißblatt (Lonicera xylosteum), Gewöhnlicher Besenginster (Cytisus scoparius), zwei alte Felsenkirschen (Prunus.mahaleb); (Wild?) – Apfelbäume, alte Solitär-Eiche.